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STAX 2015

Ergebnisse aus dem Statistischen Berichtssystem für Steuerberater (STAX) 2015

01.10.2016

Dem Berufsstand der Steuerberater geht es gut. Das besagen die Ergebnisse aus dem Statistischen Berichtssystem für Steuerberater (STAX) 2015. Hierin können erstmals Vergleiche zu den erhobenen Zahlen aus dem Jahr 2012 erstellt werden. Handlungsbedarf erkennt die Bundessteuerberaterkammer im Bereich der Digitalisierung. Laut Befragung nutzt nur rund die Hälfte der Kanzleien digitalisierte Kanzleiprozesse wie Datenbankmanagementsysteme, die Vollmachtsdatenbank oder das elektronische Steuerkonto.

Laut Befragung wird der Großteil des Praxisumsatzes nach wie vor über die klassischen steuerberatenden Tätigkeiten (Jahresabschlüsse, Rechnungswesen, Einkommensteuererklärungen sowie Lohn- und Gehaltsabrechnungen) erwirtschaftet. Innerhalb der vereinbaren Tätigkeiten spielt die betriebswirtschaftliche Beratung eine immer wichtigere Rolle und trägt einen stärkeren Anteil zum Praxisumsatz bei. BStBK-Präsident Dr. Raoul Riedlinger: „Mit unserer Arbeit an dem Zukunftsprojekt Steuerberatung 2020 zielen wir unter anderem darauf ab, Kanzleiinhaber zu ermuntern, neben den steuerberatenden auch die vereinbaren Tätigkeiten anzubieten und damit ihr Beratungsgeschäft zu sichern oder auszubauen. Die aktuellen STAX-Zahlen zeigen uns, dass unsere Bemühungen erste Früchte tragen, denn hiernach ist der Umsatz aus vereinbaren Tätigkeiten von 3,2 % auf 6,0 % angestiegen. Ein Zeichen dafür, dass sich der Berufsstand aufmacht in Richtung Zukunft!“

Für die Bundessteuerberaterkammer zeigt sich außerdem, dass sich die Mühen bei der Verteidigung der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) gegen das von der EU-Kommission eingeleitete Vertragsverletzungsverfahren gelohnt haben. Laut Befragung erstellten fast drei Viertel des Berufsstands die Abrechnungen auf Basis der StBVV.  

Handlungsbedarf erkennt die Bundessteuerberaterkammer im Bereich der Digitalisierung. Laut Befragung nutzt nur rund die Hälfte der Kanzleien digitalisierte Kanzleiprozesse wie Datenbankmanagementsysteme, die Vollmachtsdatenbank oder das elektronische Steuerkonto. Riedlinger: „Die Zahlen zum Einsatz der digitalen Prozesse im Berufsstand zeigen uns, dass hier noch einiges zu tun ist.“ Der BStBK-Präsident empfiehlt den Berufsträgern, die Umstellung auf digitale Kanzleiprozesse in Angriff zu nehmen. Denn was zunächst aufwendig und lästig erscheine, werde sich schnell durch Zeitersparnis und optimierte Abläufe bemerkbar machen.

Schließlich belegt die Befragung, dass der von allen Seiten beklagte Fachkräftemangel auch in den Steuerberaterkanzleien angekommen ist. Laut STAX 2015 gaben 13,4% der Kanzleien an, unbesetzte Stellen zu haben. Etwas weniger als im Jahr 2012/2013, aber immer noch 21,4 % hatten Probleme, im aktuellen Ausbildungsjahr Auszubildende zu finden. Als Grund gaben 92,9 % fehlende qualifizierte Bewerber an. Um die Steuerberater im Kampf um die besten Köpfe zu unterstützen, wird die Bundessteuerberaterkammer im Rahmen ihrer Nachwuchskampagne „Mehr als du denkst“ weitere Maßnahmen forcieren.

Ungebrochen ist die hohe Rücklaufquote von über 41%: Mehr als 5.500 Steuerberater sind dem Aufruf ihrer Steuerberaterkammer gefolgt und haben den Fragebogen an das mit der STAX-Erhebung beauftragte Institut für Freie Berufe (IFB) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zurückgesandt.

Detaillierte Ergebnisse der STAX-Erhebung 2015 finden Sie unterhttp://www.bstbk.de/de/themen/berufsrecht/STAX/

(Presseinformation der Bundessteuerberaterkammer vom 14.09.2016)

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