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Internes Kontrollsystem wird immer wichtiger

Editorial des Email-Newsletters 09-2015 vom 30.09.2015

26.09.2015

Gerhard Schmidt 
Dipl.-Informatiker Gerhard Schmidt ist Chefredakteur des "IT-Forum Steuerberater-Mittelstand".

 

Welches KMU Hat ein internes Kontrollsystem (IKS)? Welcher Steuerberater weiß, welche seiner Mandanten ein IKS haben? Hat er selbst eines?

Das IKS gehört spätestens seit den GoBS von 1995 zu den Anforderungen, die der Fiskus zwar an die Unternehmen stellt, von diesen jedoch geflissentlich übergangen wurden. Ohne Folgen. Mit den GoBD kam das Thema IKS im Kontext der Ordnungsvorschriften für die Buchführung und für Aufzeichnungen jüngst wieder auf die Tagesordnung. Wird sich in der Praxis dadurch etwas merklich ändern? Die Vorstellungen von den Konsequenzen kein IKS nach GoBD zu haben, sind vielen zu vage.

Ganz anders sieht es aus, wenn der Diskussionsentwurf des BMF zu Abgrenzungsfragen der Berichtigung gemäß § 153 AO von einer strafbefreienden Selbstanzeige nach § 371 AO Gesetz wird. Denn darin wird dargelegt, dass die Einrichtung eines innerbetrieblichen Kontrollsystems im Unternehmen als Indiz gegen das Vorhandensein von Vorsatz oder Leichtfertigkeit des Steuerpflichtigen gewertet werden kann. Was das bedeutet, sollte jedem Unternehmen sofort klar sein.

Es lohnt sich also, über die Etablierung eines IKS nachzudenken. Für den Fall, dass die Buchführung im Unternehmen selbst gemacht wird, wie für den Fall, dass die Buchführung vom Unternehmen an den Steuerberater ausgelagert wird.

Ihr Gerhard Schmidt

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