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BSI veröffentlicht Umsetzungsrahmenwerk zum Notfallmanagement

27.06.2013

Ein Notfallmanagement zu etablieren ist eine komplexe Aufgabe. Um bei dieser Arbeit zu unterstützen hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein Umsetzungsrahmenwerk zum Notfallmanagement veröffentlicht. Anhand von Leitfäden kann stufenweise ein Notfallmanagement aufgebaut werden. Zu zwölf verschiedenen Themenbereichen eines Notfallmanagements werden Beschreibungen, Dokumentenvorlagen, Textvorlagen und Workshop-Präsentationen bereitgestellt, die in allen Phasen des Notfallmanagements die Arbeit unterstützen.

Das Umsetzungsrahmenwerk richtet sich an Behörden und Unternehmen, die gerade dabei sind, ein Notfallmanagement aufzubauen und sich dabei am BSI-Standard 100-4 ausrichten. Dieses Umsetzungsrahmenwerk wurde in einem Projekt mit der HiSolutions AG und dem BSI erstellt.

Das Umsetzungsrahmenwerk besteht aus:

  • Einem Hauptdokument, welches beschreibt, wozu Notfallmanagement und das Umsetzungsrahmenwerk dienen und worauf beide abzielen. Ferner enthält das Hauptdokument eine Übersicht über alle vorhandenen Dokumente und Hilfsmittel. Dieses Dokument sollte zuerst durchgelesen werden.
  • Neun Modulen zu allen Phasen des Notfallmanagements. Jedes dieser Module enthält dabei Textvorlagen für alle relevanten Dokumente des Notfallmanagements (z. B. zur Leitlinie), Muster für Workshop-Präsentationen (z. B. zur Erstellung einer Business Impact Analyse) und eine Modulbeschreibung, in welcher nötige Vorarbeiten und zu erzielende Ergebnisse beschrieben sind.
  • Drei Leitfäden, die beschreiben, wie in einer Institution stufenweise ein Notfallmanagement eingeführt werden kann.
    • Mit der Umsetzung vom Leitfaden Stufe 1 kann eine Institution eine elementare Fähigkeit zur Notfallbewältigung erreichen und die Basis für ein Notfallmanagement legen.
    • Mit der Umsetzung vom Leitfaden der Stufe 2 wird die Notfallbewältigung ausgebaut und durch die Notfallvorsorge ergänzt.
    • Mit der Umsetzung vom Leitfaden der Stufe 3 wird das gesamte Notfallmanagementsystem eingeführt. Dieses Notfallmanagementsystem enthält neben Notfallvorsorge und -bewältigung auch die Aufrechterhaltung und kontinuierliche Verbesserung.


Die Leitfäden verweisen dabei auf umzusetzende Module bzw. auf Teile von Modulen und ermöglichen so, das jeweilige Ziel effizient zu erreichen. Die neun Module sind Leitlinie, Business Impact Analyse, Risikoanalyse, Strategieentwicklung, Notfallvorsorgekonzept, Notfallhandbuch, Tests & Übungen, Audit und Schulung und Sensibilisierung) sind.

Der Aufbau ermöglicht es, das Umsetzungsrahmenwerk flexibel zu nutzen. Es gibt zwei grundsätzliche Nutzungsweisen:

Leitfaden-orientierte Nutzungsweise

Bei dieser Nutzungsweise ist die Institution daran interessiert, ein umfassendes Notfallmanagement einzuführen. Dazu sucht sie sich den jeweils gewünschten Leitfaden aus und bearbeitet die darin erwähnten Module in der jeweiligen Tiefe.

Modul-orientierte Nutzungsweise

Bei dieser Nutzungsweise ist die Institution daran interessiert, lediglich einem bestimmten Aspekt des Notfallmanagements umzusetzen und bearbeitet dazu das jeweilige Modul vollständig und ohne Rückgriff auf einen speziellen Leitfaden.

Es ist auch möglich, beide Nutzungsweisen zu kombinieren. Setzt eine Institution beispielsweise gerade das Notfallmanagement nach Leitfaden 2 um und wird dort bei einer bestimmten Phase vorgegeben, lediglich bestimmte Teile eines Moduls zu bearbeiten, kann die Institution aber auch zusätzliche Teile des Moduls bearbeiten. Institutionen, die noch kein Notfallmanagementsystem aufgebaut haben, wird die leitfaden-orientierte Nutzungsweise empfohlen.

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