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CeBIT-Rückblick 2014: Nichts wirklich Neues

Von Gerhard Schmidt

25.03.2014

Gerhard Schmidt 
Dipl.-Informatiker Gerhard Schmidt ist Chefredakteur des "IT-Forum Steuerberater-Mittelstand".

"Datability" war das Motto der CeBIT 2014: die Fähigkeit, große Datenmengen in hoher Geschwindigkeit verantwortungsvoll und nachhaltig zu nutzen. Ein wichtiges Thema, doch ein Thema mit dem Steuerberatern und fast allen ihrer Mandantenunternehmen beim IT-Einsatz nichts zu tun haben. Dass für die Kanzlei nichts wirklich Neues in Hannover zu sehen war, ist eher Indiz der generellen Reife der Softwarelösungen, als der Innovationsmüdigkeit ihrer Hersteller.

Neues Messekonzept

Erstmals hatte die Deutsche Messe die CeBIT in diesem Jahr mit klarem Fokus auf den Fachbesucher und sichtbarem Business-Profil ausgerichtet. Das zeigte sich unter Anderem in deutlich höheren Eintrittspreise und einen Beginn der fünf Messetage am Montag unter Verzicht auf einen Wochenendtag. Ob das neue Konzept ein Erfolg ist, darüber waren sich die Aussteller noch nicht ganz im Klaren. Ebenso wie in der Frage, welche Zukunft eine zentrale Messe der Art der CeBIT überhaupt noch hat in einer Zeit wo Kontakte zu potenziellen Kunden auch online über soziale Netzwerke und Medien hergestellt werden können oder vor Ort mit Hausmessen.

Aussteller

So fehlten in diesem Jahr zwei für Steuerberater und KMUs relevante Aussteller, die in der Vergangenheit immer in Hannover präsent waren: Addison und SBS Software. Nach wie vor in den Messehallen waren zu finden: BMD, Datev, Haufe-Lexware, hmd und Simba. Erstmals dabei die Unternehmensberatung Munker, die die Flagge des Datenschutzes in der Kanzlei hoch hielt.

Eindrücke

Etwas wirklich Neues war auf der Messe nicht zu sehen. Lediglich Variationen der Themen, über die schon im vergangenen Jahr zu berichten war: weitere Konvergenz in der Softwarefunktionalität, flexiblere Benutzeroberflächen, individuellere Auswertungen, mehr mobile Anwendungen, IT-Sicherheit, Cloud. Hier ein bisschen besser, dort etwas mehr. In der Philosophie, wie Kanzleiprozesse IT-gestützt auszusehen haben, unterscheiden sich die einzelnen Anbieter nicht gravierend. Ihre Lösungen sind über die Jahre gereift, so dass für die Anwender die Anreize, von einem Softwarehaus zum anderen zu wechseln, immer geringer werden. Der Kanzleisoftwaremarkt ist gesättigt, die Marktanteile der Anbieter ziemlich stabil. Interessant bleiben die Angebote an der Schnittstelle zwischen Steuerberaterkanzlei und Mandantenunternehmen. Da ist noch einige Bewegung möglich.

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