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Studie zur Zusammenarbeit zwischen Steuerberater und Mandant

Initiative für die kleine Steuerkanzlei veröffentlicht Studie zum Leistungsportfolio kleiner Kanzleien

14.04.2016

Die Initiative für die kleine Steuerkanzlei veröffentlicht auf steuerberaterseite.de den zweiten Teil der Studie zur Zusammenarbeit zwischen Steuerberater und Mandant mit dem Titel „Analyse des Leistungsportfolios kleiner Steuerkanzleien“. Zentrale Themen der Untersuchung sind das Leistungsangebot kleiner Kanzleien, die Rentabilität und Entwicklungspotenziale der Leistungen sowie der digitale Datenaustausch mit den Mandanten. Die Ergebnisse zeigen, dass besonders in der betriebswirtschaftlichen Beratung großes Potenzial liegt. Die Digitalisierung ist bei der Zusammenarbeit zwischen den befragten Kanzleien und den Mandanten nicht weit fortgeschritten.

Vorteile durch Digitalisierung

Beim Austausch von Daten, Dokumenten und Auswertungen setzen die befragten Steuerkanzleien überwiegend auf analoge Wege. 95 Prozent der Kanzleien tauschen Originalbelege persönlich aus. 66 Prozent versenden Auswertungen per Post. Im Gegensatz dazu tauschen 35 Prozent Belege digital aus, 18 Prozent nutzen dafür Online-Plattformen. Sebastian Theisen, Leiter Marketing bei Agenda: „Die Digitalisierung in der Wirtschaft schreitet voran. Die Unternehmen erwarten, dass Steuerberater ebenfalls auf moderne Lösungen setzen oder dass sie sogar eine Vorreiterrolle übernehmen.“

Potenzial in der Beratung

Von der betriebswirtschaftlichen Beratung erwarten sich 50 Prozent der Steuerberater steigende Umsätze in den nächsten fünf Jahren. Noch optimistischer bewerten die Befragten nur die Potenziale der steuerlichen Beratung. 88 Prozent der kleinen Steuerkanzleien bieten aktuell betriebswirtschaftliche Beratungsleistungen an. Lediglich die Hälfte der Unternehmens-Mandanten nimmt das regelmäßig in Anspruch. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich die Mandanten nicht nur das obligatorische Beratungsgespräch wünschen, sondern von ihrem Steuerberater gezielt Informationen und Ratschläge bei Besonderheiten erwarten“, betont Sebastian Theisen.

Schwerpunkt Dienstleistungen

55 Prozent der Steuerberater betrachten Dienstleistungen wie Finanzbuchführung, Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie Steuererklärungen als ihr Kerngeschäft. Bei rund 20 Prozent liegt der Schwerpunkt auf steuerlicher und betriebswirtschaftlicher Beratung. Als besonders rentable Dienstleistungen nennen 66 Prozent der Steuerberater den Jahresabschluss und 41 Prozent die Steuererklärung. Die Finanzbuchhaltung und die Lohnabrechnung dagegen bewerten 22 und 51 Prozent der Befragten als wenig rentabel.

Zweiteilige Studie

Die Befragung fand von Mai bis Juli 2015 auf Steuerberaterseite.de, der Plattform der Initiative für die kleine Steuerkanzlei, statt. Ausgewertet wurden Angaben von knapp 800 Steuerberatern aus Kanzleien mit bis zu elf Mitarbeitern und von mehr als 450 von deren Unternehmens-Mandanten. Aus den Ergebnissen hat die Initiative zwei Auswertungen erstellt. Der erste Teil „Faktoren für eine erfolgreiche Zusammenarbeit“ steht bereits seit Oktober 2015 auf der Steuerberaterseite kostenlos zum Download bereit.

Download der Studie

Fakten aus der Studie

  • 95 Prozent der Steuerberater tauschen mit ihren Mandanten Originalbelege im persönlichen Kontakt aus.
  • 66 Prozent der Steuerkanzleien versenden Auswertungen per Post.
  • 35 Prozent der Steuerberater tauschen Belege digital aus.
  • Betriebswirtschaftliche Beratung in Bezug auf die Kanzleigröße: 84 Prozent der Steuerkanzleien mit bis zu drei Personen bieten betriebswirtschaftliche Beratung an, bei den Kanzleien mit mehr als acht Personen sind es 94 Prozent.
  • 85 Prozent der Steuerberater bieten Existenzgründerberatung, 72 Prozent bieten Beratung zur Unternehmensfinanzierung an.
  • 51 Prozent der Unternehmen nehmen betriebswirtschaftliche Beratung regelmäßig in Anspruch.
  • 88 Prozent der Unternehmer können ihre BWA ohne weitere Erläuterung nutzen.
  • Hohe Rentabilität: 66 Prozent der Steuerberater bewerten den Jahresabschluss als sehr rentabel, 41 Prozent die Steuererklärung.
  • Niedrige Rentabilität: 51 Prozent der Steuerberater stufen die Lohn- und Gehaltsabrechnung als wenig rentabel ein, 22 Prozent die Finanzbuchführung.


(Presseinformation der Agenda Informationssysteme GmbH & Co. KG vom 14.04.2016)

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