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Newsletter Ausgabe 3-2010 vom
31. März 2010

Inhalt:

MAGAZIN


MARKT

Editorial: Perspektivwechsel

 

Bei einer Mandantenbuchführung greifen zwei Daten- und Dokumentkreisläufe ineinander, der des Mandanten und der des Steuerberaters. In welchem Verhältnis stehen diese zueinander?

Die traditionelle Perspektive der Kanzlei ist die, dass ihr Datenkreislauf im Mittelpunkt steht. Damit dieser reibungslos funktioniert, hat der Mandant die Kanzlei (nach deren Vorgaben) mit Daten (Belegen) zu speisen und irgendwann später bekommt der Mandant dann irgendwelche Auswertungen. Doch ist dieses Modell noch zeitgemäß? Hat es überhaupt jemals das Verhältnis von Steuerberater und Mandant zutreffend beschrieben? Zweimal nein.

Nehmen wir die Perspektive des Mandantenunternehmens ein. Dort finden wir durchgängige Geschäftsprozesse. Einen (kleinen) Teil dieser Geschäftsprozesse - die Buchführung - möchte das Unternehmen nicht selbst machen, sondern einem Dienstleister (dem Steuerberater) übertragen. Heute sagt man dazu Outsourcing.

Betrachten wir zum Vergleich die Automobilhersteller und deren Zulieferer. Da ist völlig klar, welcher Produktionskreislauf im Mittelpunkt steht und welcher untergeordnet ist. Dieselbe Logik gilt für den Steuerberater als Zulieferer seines Mandanten. Die Informations- und Datenprozesse im Unternehmen müssen effizient funktionieren. Nahtlos darin einfügen müssen sich die Informations- und Datenprozesse des Steuerberaters. Das kann für jeden Mandanten anders aussehen. Darauf muss sich der Steuerberater einstellen. Das muss kein passives Reagieren sein, das kann auch aktives Gestalten sein. Gestalten der elektronischen Geschäftsprozesse des Mandanten, so dass diese für den Mandanten effizienter werden - und nebenbei auch für die Kanzlei. Beispielhaft sei hier die digitale Belegverarbeitung genannt. So profitieren beide Seiten.

Der Prozessorientierung gehört also die Zukunft. Die Softwareanbieter haben dies längst erkannt und bieten dazu passgenaue Lösungen an, wie auf der CeBIT gerade wieder zu sehen war. Doch werden diese Lösungen auch eingesetzt? Kann ein Steuerberater, der selbst kein GDPdU-konformes Email-Management realisiert hat (siehe Artikel von Günter Hässel), seine Mandanten bei der Lösung für eine revisionssichere elektronische Daten- und Dokumentaufbewahrung unterstützen?

Der Steuerberater sollte rechtzeitig selbst die Perspektive wechseln und seine Kanzlei in ihrer Rolle als Dienstleister einmal mit den Augen des Mandanten betrachten, als plötzlich feststellen zu müssen, durch den Mandanten und den Wettbewerb ausgegrenzt worden zu sein.

Der Steuerberater muss hier im Wettbewerb künftig immer deutlicher Flagge zeigen und um Mandanten werben. Dass er das darf und wie er das machen kann, dazu können Sie in diesem Newsletter mehr erfahren.

Neue Perspektiven aufzuzeigen und Perspektivwechsel anzuregen wird auch in Zukunft Anliegen des "IT-Forum Steuerberater-Mittelstand" sein.

Ihr Gerhard Schmidt

IT-Management: CeBIT-Rückblick 2010 (Gerhard Schmidt)

Für den an Softwarebranchenlösungen für die Kanzlei Interessierten wird die CeBIT immer übersichtlicher. In nur zwei Messehallen konzentrieren sich die Aussteller. In der einen die DATEV, in der anderen die Addison-Gruppe, hmd und Simba. Vor Jahren präsentierten sich noch doppelt so viele Softwareanbieter für Steuerberater in Hannover. Nicht dass die CeBIT für diese an Attraktivität verloren hätte. Ganz im Gegenteil, ihre Messestände waren größer und repräsentativer denn je. Die geringere Anzahl von Ausstellern ist Ausdruck des Konzentrationsprozesses und der Neuordnung am Markt für Kanzleisoftware. Dass hier vieles in Bewegung war, konnte in den letzten Jahren gerade auf der CeBIT beobachtet werden. Drei Größen werden in den nächsten Jahren den Markt bestimmen, eine bekannte und zwei als Kanzleisoftwareanbieter weitgehend unbekannte: die DATEV, die Wolters Kluwer Deutschland GmbH sowie der ETL-Verbund.

IT-Management: Eindrücke eines Steuerberaters von der CeBIT 2010 (Frank Rösner)

Steuerberater Frank Rösner hat sich drei Tage auf der CeBIT in Hannover umgeschaut, um sich ausführlich über die neuesten Entwicklungen zu informieren sowie für die Kanzleipraxis relevante Themen zu entdecken und zu diskutieren. Seine Schwerpunkte: Online-Brief, Digitale Belegverarbeitung, Dokumentenmanagement, Tablet-PC und Outsourcing von Kanzleisoftware.

Kanzleimarketing: BGH-Urteil: Aufmerksamkeitswerbung durch Steuerberater

Der Bundesgerichtshof urteilte am 29.07.2009: Mittel der Aufmerksamkeitswerbung sind einem Steuerberater in einem Werbeschreiben, das insgesamt sachlicher Unterrichtung über die berufliche Tätigkeit dient, nur dann verboten, wenn sie Gemeinwohlbelange beeinträchtigen. Es überschreitet den berufsrechtlich zulässigen Rahmen sachbezogener Werbung, wenn in der Werbung eines Steuerberaters die Preiswürdigkeit und die fachliche Qualität der Leistung von Wettbewerbern in unlauterer Weise pauschal herabgesetzt werden.

Kanzleimarketing: Suchmaschinen-PR: Der Schlüssel zum Erfolg (Melanie Tamblé)

Das Internet bietet für Steuerberaterkanzleien viele neue und kostengünstige Möglichkeiten, um Fachinformationen zu veröffentlichen. Das wichtigste Medium, damit die Informationen von den relevanten Zielgruppen gefunden werden, sind die Suchmaschinen. Über 87% der Internetuser nutzen regelmäßig die Dienste von Google und Co. Nicht nur mit Suchmaschinenoptimierung (kurz SEO = Search Engine Optimization) durch SEO-Spezialisten oder Suchmaschinenmarketing (kurz SEM = Search Engine Marketing) mit Keywords oder Sponsored Links lässt sich die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen beeinflussen. Die Online-PR kann einen wesentlichen Beitrag leisten, um eine gute Position in den Suchergebnissen zu erzielen. Dafür sind vor allem zwei Kriterien entscheidend: 1. Die Erstellung von qualitativ hochwertigen Inhalten und Texten (Content) und 2. die Generierung von Links (Backlinks) durch Veröffentlichung auf anderen Websites.

IT-Management: GDPdU – praktische Umsetzung in der Steuerkanzlei (Günter Hässel)

Der Steuerberater muss nicht nur für seine eigene Kanzlei eine eine GDPdU-Lösung haben, sondern insbesondere seine Mandanten bei ihrer GDPdU-Lösung unterstützen. Die Bandbreite für den Dialog mit seinen Mandanten ist groß und reicht von der einfachen Information bis zur qualifizierten Beratung. Was immer er mit dem Mandanten vereinbart, er sollte es nur auf der Basis eines schriftlichen Auftrages mit genauer Honorarvereinbarung tun.

Literatur: Unternehmen Steuerkanzlei (Cornelia Kisslinger-Popp (Hrsg.))

Was macht Ihre Kanzlei einzigartig? Wie positioniert man eine Kanzlei erfolgreich im lokalen Umfeld? Wie nutzt man das fachliche Potential der Mitarbeiter richtig? Die Antwort zu diesen und weiteren Fragen zur Steigerung des wirtschaftlichen Erfolgs liefert Ihnen dieses Buch aus dem Gabler Verlag in besonders anschaulicher und praxisnaher Darstellung.

Veranstaltungen: Termine der nächsten Wochen

* ReWeCo - Fachmesse für Rechnungswesen und Controlling (BVBC): 15.-17.04. Bielefeld
* Seminar Elektronischer Rechnungstag 2010 (ECM World): 21.04. Köln
* Konferenz Elektronischer Rechnungstag 2010 (ECM World) 22.04. Köln
* GS1 Praxistag Elektronische Rechnung (GS1 Germany): 17.06. Köln

LAND-DATA: LAND-DATA-Unternehmensanalyse - Attraktive Planungshilfe für eine effiziente Betriebsführung

Jede zukunftsorientierte Unternehmensplanung sollte auf der Analyse der betriebswirtschaftlichen Daten aufsetzen. Die mit der Buchführung erfassten und im Jahresabschluss enthaltenen Daten können dem Unternehmer eine Fülle an Informationen liefern. Aber erst, wenn die Datenfülle verdichtet wird und eine verständliche Interpretation vorliegt, können unternehmerische Entscheidungen daraus abgeleitet werden. Der von steuerlichen Gestaltungswahlrechten befreite Jahresabschluss des BMELV ist die neutrale Datenbasis, aus der LAND-DATA spezielle landwirtschaftliche Kennzahlen für Ihre Analyse ableitet. Für die Berechnungen verwendet LAND-DATA absolute Zahlen, wie z. B. das ordentliche Betriebsergebnis in Euro oder Relativzahlen wie z. B. den Anteil des Aufwandes Düngemittel am Gesamtaufwand im Pflanzenbau.

hmd: CeBIT 2010 – Nachlese

Die diesjährige CeBIT hat bei hmd schon im Vorfeld für Spannung gesorgt – mehr als in den Jahren zuvor. Das lag nicht allein an dem neuen und wesentlich vergrößerten Messestand von hmd. Auch der damit verbundene gemeinsame Auftritt von hmd und den Verbundpartnern sowie ein neues Präsentationskonzept ließen alle Beteiligten in der Zeit vom 02. bis zum 06. März gespannt nach Hannover schauen.

Audicon: Einfacher Datenexport aus SAP: SmartExporter ist da!

Audicon präsentiert SmartExporter - die neue Software-Lösung für den Export großer Datenmengen aus SAP. Damit gelangen Anwender schnell und einfach und genau die SAP-Daten, die sie für ihre Analysen benötigen: SmartExporter unterstützt sie optimal bei der technisch anspruchsvollen Auswahl der SAP-Daten. Darüber hinaus kann die Lösung in IDEA und AIS TaxAudit Professional integriert werden.

COLLEGA: Unterstützung mit Bilanzberichten

Durch das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts, kurz BilMoG, wird die Praxis der Erstellung von Jahresabschlüssen durch die Angehörigen des steuerberatenden Berufs verändert. Wurde bisher für kleinere und mittlere Kapitalgesellschaften regelmäßig ein einheitlicher Jahresabschluss erstellt, muss künftig in vielen Fällen ein Jahresabschluss nach Steuerrecht und ein weiterer nach Handelsrecht erstellt werden. Aus dieser Neuregelung ergeben sich erhebliche Anforderungen an den Berufsstand.
Im COLLEGA-Verbundsystem wird zu dem Programm HSC-Finanz Plus ein neues Text- und Berichtsprogramm vorgestellt, durch das die Arbeiten deutlich erleichtert werden. Hierdurch wird das Modul „Jahresabschluss-Erstellung“ ergänzt und abgerundet.

Stollfuß: Steuerberater nutzen verstärkt Online-Fachportale

Immer mehr Steuerberater nutzen Online-Portale, um aktuelle Fachinformationen abzurufen. So verzeichnet Stollfuß Medien seit mehreren Jahren stetig zunehmendes Interesse an der Online-Fachbibliothek Stotax-First (www.stotax-first.de). Dort stellt das Bonner Unternehmen alle seine Printprodukte für Steuerberater und Angehörige beratender Berufe in digitalisierter Form bereit und aktualisiert sein Angebot fortlaufend. Auch neue Werke von Stollfuß Medien, wie der kürzlich erschienene Ratgeber "Steuergesetzesänderungen 2010", sind in Stotax-First verfügbar.

SBS Software: Nach der CeBIT-Präsenz jetzt auch auf der PERSONAL2010

Der CeBIT-Auftritt war für die SBS Software GmbH ein Erfolg auf der ganzen Linie. Das im letzten Jahr neu entwickelte Messe-Konzept wurde weitergeführt, die Zusammenarbeit mit den beteiligten Partner war hervorragend und die Nachfrage war, trotz rückläufiger Ausstellerzahlen, sehr zufriedenstellend. Die PERSONAL2010 ist nach der CeBIT schwerpunktmäßig der Treffpunkt für Anbieter von Produkten für das Personalwesen aber auch für Personalverantwortliche aus Wirtschaft und Verwaltung. Investieren Sie noch oder profitieren Sie schon?

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