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Newsletter Ausgabe 9-2010 vom
29. September 2010

Inhalt:

MAGAZIN


MARKT

Editorial: E-Bilanz - Pflichtstandard von oben für alle

 

Ab dem nächsten Jahreswechsel wird sich jede Buchführung an einem neuen Standard orientieren müssen, der Taxonomie der E-Bilanz. War die Nutzung von Standards in der Buchführung bisher eine weitgehend freie Entscheidung, so ist sie jetzt Pflicht. Standardkontenrahmen beispielsweise konnte man verwenden oder ein eigenes Kontensystem. Ein Standardisierungsgremium, das verbindliche Festlegungen treffen konnte, gab es nicht. Standards hatten hier eher den Charakter von "best practise". Oder in der Darstellung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses konnte man sich XBRL (eXtensible Business Reporting Language) bedienen. Hinter XBRL steht zwar, im Gegensatz zu Standardkontenrahmen, ein etabliertes Standardisierungsgremium. Doch der Einsatz von XBRL ist freiwillig. So sind es eher größere Unternehmen, die damit arbeiten. Mit dieser Art von Entscheidungsspielräumen ist es bei der E-Bilanz vorbei. Die Finanzverwaltung gibt einen Standard vor, und alle Unternehmen müssen sich danach richten. Dies ist ein gravierender Einschnitt, dessen Tragweite vielen noch nicht bewusst ist.

"Mein Kanzleisoftwarehersteller wird das schon richten!" mag sich mancher denken. Wird wohl auch so kommen, denn wer Software für Steuerberater macht, ist es gewohnt, kurzfristig Änderungen im Steuerrecht nachzuprogrammieren. Doch was ist mit der Buchführung von selbstbuchenden Mandanten? Ist deren Struktur kompatibel mit der Struktur der E-Bilanz? Falls nicht: den Aufwand, das hinterher irgendwie hinzubiegen, male ich mir jetzt lieber nicht aus.

Es ist mühsam, sich den aktuellen Entwurf der Taxonomie der E-Bilanz zu erschließen. Das muss man sich nicht unbedingt antun, das kann man ruhig den Experten überlassen. Doch mit deren Erkenntnisse sollte man sich gründlich auseinandersetzen.

Der Ansatz von XBRL, der auch hinter der E-Bilanz steht, komplexe Gegenstände begrifflich zu strukturieren und in eine technische Darstellung abzubilden, lässt sich in vielen weiteren Bereichen anwenden. Doch noch nie wurde er so rigoros in der Wirtschaft durchgepaukt, wie jetzt durch die Finanzverwaltung mit der E-Bilanz.

Ihr Gerhard Schmidt

Kanzleistrategie: Die Kooperationsbörse – eine neue Dienstleistung des Steuerberaterverbandes für seine Mitglieder (Hans-Günther Gilgan)

Prognosen zufolge liefert im Jahre 2020 die "Projektwirtschaft" 15 Prozent der Wertschöpfung in Deutschland. "Projektwirtschaft" steht für zumeist temporäre, außerordentlich kooperative und oft globale Wertschöpfungsprozesse. Diese Art der Kooperation ist für viele Unternehmen zukünftig häufig die effizienteste Art des Wirtschaftens. Auch für Steuerberater. Viele Unternehmen sind in Zukunft noch stärker spezialisiert als heute und kooperieren immer häufiger in gemeinsamen Projekten. Vor diesem Hintergrund hat der Steuerberaterverband Westfalen-Lippe eine internetgestützte Kooperationsbörse entwickelt, die es den Mitgliedern des Steuerberaterverbandes, insbesondere den inhabergeführten kleinen und kleineren Kanzleien erleichtern soll, die für eine komplexe Aufgabenstellung notwendigen Spezialisten herausfinden und mit ihnen im Bedarfsfall kooperieren zu können.

Literatur: Die Kunst, Mandanten zu gewinnen (Angela Hamatschek)

Suchen Sie nach Lösungen, um die Beziehung zu Ihren Mandanten noch erfolgreicher zu gestalten, häufiger weiterempfohlen zu werden, Zusatzleistungen besser zu vermarkten oder neue Mandantenpotenziale zu erschließen? In diesem Praxisratgeber finden Sie alles, was Sie dazu brauchen! Angela Hamatschek zeigt Ihnen die Erfolgshebel auf, an denen Sie als Steuerberater ansetzen können – in fünf Handlungsfeldern, praxisnah und leicht umsetzbar.

IT-Management: Entwurf des BMF-Schreibens zur Veröffentlichung der Taxonomie und die visualisierten Taxonomiedateien zur E-Bilanz

Jahresabschlüsse für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2010 beginnen, müssen in standardisierter Form elektronisch an die Finanzverwaltung übermittelt werden (E-Bilanz). Als Instrument zur Datenübermittlung hat sich die Finanzverwaltung für den in der Wirtschaft bereits weit verbreiteten Standard XBRL (eXtensible Business Reporting Language) entschieden. Die fachlichen und technischen Grundlagen für die elektronische Übermittlung wurden in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe der Verwaltung und des Vereins XBRL Deutschland e.V. erarbeitet. Die Ergebnisse hat das BMF am 31.08.2010 als Entwurf eines Schreibens zur Veröffentlichung der Taxonomie und die visualisierten Taxonomiedateien publiziert und zu einer Verbandsanhörung dazu am 11.10.2010 eingeladen.

Kanzleimarketing: Leitfaden: Website-Gestaltung für kleine und mittlere Unternehmen

Ein Internetauftrit ist heutzutage auch für kleine und mittelständischen Unternehmen unabdingbar. Neben der Unternehmensdarstellung für Geschäftspartner und potenzielle Kundinnen und Kunden dient er vermehrt als zusätzlicher Vertriebskanal, dessen Bedeutung stetig zunimmt. Dieser Leitfaden des "Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr" liefert einen Überblick über die besonders wichtigen Grundvoraussetzungen in den Kategorien "Gestalterische und inhaltliche Anforderungen", "Technische Anforderungen", "Organisatorische Anforderungen" und "Rechtliche Anforderungen".

Veranstaltungen: Termine der nächsten Wochen

* Effektives Kanzleimanagement für Praktiker (fas Akademie): 28.10. München

LAND-DATA: LAND-DATA installiert Rechenzentrum der Zukunft für den landwirtschaftlichen Berufsstand

Eine Vielzahl landwirtschaftlicher Buchstellen und Steuerberatungskanzleien setzt bereits bundesweit auf die Anbindung an ein professionelles Rechenzentrum und nutzt die neue Hochverfügbarkeits-Strategie des Softwareherstellers LAND-DATA. Mit seinem redundanten Hochleistungsrechenzentrum  bietet der Softwarehersteller Partnern in der Landwirtschaft maßgeschneiderte IT-Dienstleistungen vom Rechnungswesen bis hin zum Server-Hosting.

COLLEGA: COLLEGA Outlook Infodesk (COI) - erfolgreich eingesetzt in der Steuerkanzlei

Große Unternehmen und Kanzleien mit bis zu 400 Mitarbeitern nutzen inzwischen das Programm COLLEGA Outlook Infodesk (COI). Sie haben es durch ihre hohen Anforderungen geprägt. Aber auch kleinere Kanzleien werden mit dem Programm organisiert und, wenn gewollt, auf Wachstumskurs gebracht. Wie, das erfahren Sie in einer detaillierter Beschreibung mit Beispielen für die Anwendung in der Steuerkanzlei.

Audicon: Vorhang auf für die audiconale 2010

Am 30.09/01.10.2010 findet die audiconale 2010 im Dorint Hotel An der Messe in Köln statt. Die Fachkonferenz rund um Datenanalyse, Audit und Reporting hält in diesem Jahr mehr als 35 Fachvorträge und Workshops bereit. Daneben bietet die Praxis-Area individuelle Beratung und intensiven Erfahrungsaustausch. Am Abend des ersten Veranstaltungstages können sich die Teilnehmer darüber hinaus auf ein spektakuläres Event  im bauwerk Köln freuen.

Stollfuß: Fachinformationen für die Kanzlei per iPhone

Smartphones kommen verstärkt zum Einsatz, um hochaktuelle Fachinformationen zu recherchieren. Diesen Trend hat Stollfuß Medien kurz nach Veröffentlichung ihrer neuen iPhone-App festgestellt, die auf den Bedarf von Steuerberatern zugeschnitten ist. In den ersten zwei Wochen nach Veröffentlichung haben knapp 500 Interessierte die seit Anfang August 2010 verfügbare App heruntergeladen und eingesetzt. Die kostenlose Stollfuß-Applikation informiert regelmäßig über neueste Entwicklungen im Steuer-, Arbeit- und Wirtschaftsrecht.

SBS Software: Wieder Neuerungen im SBS Software Rechnungswesen!

Die Oktober-Version des SBS Rewe plus® Systems steht ganz im Zeichen der Aktualität, und Nutznießer sind die Anwender im Hinblick auf Einsparung und Modernisierung sowie der Auswertungstiefe der Programme. So wurde dem Zahlungsverkehr die Möglichkeit der SEPA-Überweisung hinzugefügt und es erfolgt die Freigabe für Office 2010.

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