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Newsletter Ausgabe 12-2010 vom
23. Dezember 2010

Inhalt:

MAGAZIN


MARKT

Editorial: Immer höheres Tempo: Von Papierdokumenten zu elektronischen Daten


Die Meldungen dieses Newsletters zeigen: Das Tempo vom Austausch konventioneller Papierdokumente hin zum elektronischen Datenaustausch wird immer höher. Die Rechnung spielt dabei die Vorreiter- und Zugpferdrolle. Wenn der elektronische Rechnungsaustausch reibungslos funktioniert, dann auch der elektronische Austausch von Geschäftsdokumenten, an die geringere (formale) Anforderungen gestellt werden. Tempo macht hier vor allem die EU.

Vordergründig geht es ihr dabei darum, die europäischen Unternehmen durch die Förderung effizienterer Geschäftsprozesse zu entlasten. Innerhalb von sechs Jahren sollen es angeblich 240 Milliarden Euro sein. Auf den zweiten Blick zeigt sich dann aber eigentliche Triebfeder die Datengier der Staaten angesichts ihrer Haushaltsprobleme. Elektronisch auswertbare Daten sind die Voraussetzung dafür, die Besteuerung effizient zu kontrollieren. Das ist auch der Zweck der E-Bilanz. Mit den elektronischen Bilanzdaten soll das automatisierte Risikomanagement der Finanzverwaltung gefüttert werden. Dass die E-Bilanz nun um ein Jahr verschoben wurde ist alleine der Einsicht des Fiskus geschuldet, dass das Tempo, das er hier angeschlagen hatte, für die Wirtschaft doch zu scharf war. Dafür hält er sich an einer üppig bemessenen, nun in der Taxonomie festgeschriebenen Datenmenge schadlos.

Laufen im Unternehmen immer mehr elektronische Geschäftsdaten auf, stellt sich immer drängender die Frage: Was tun damit? Viele hilfreiche Antworten finden sie im Literaturhinweis des November-Newsletters "Steuersicher archivieren".

Immer mehr elektronische Daten, immer weniger Papier, in diesem Prozess stecken wir noch viele Jahre. Wir, Steuerberater wie Unternehmer, sollten dabei nicht nur auf die immer neuen Anforderungen von außen reagieren sondern den Prozess aktiv gestalten, indem wir uns die darin steckenden Effizienzpotenziale systematisch erschließen.

Ich wünsche Ihnen harmonische Weihnachtstage und einen schwungvollen Start ins neue Jahr

Ihr Gerhard Schmidt

IT-Management: E-Bilanz wird um ein Jahr verschoben

Die Pflicht zur Abgabe der E-Bilanz sowie der E-Gewinn- und Verlustrechnung wird um ein Jahr verschoben. Das regelt der vom Bundesministerium der Finanzen vorgelegte Entwurf der Verordnung zur Festlegung eines späteren Anwendungszeitpunktes der Verpflichtungen nach § 5 b des Einkommensteuergesetzes, dem der Bundesrat am 17. Dezember 2010 zugestimmt hat.

IT-Management: E-Bilanz: Bekanntgabe der Taxonomie - Pilotierung

Das BMF schreibt: Im ersten Halbjahr 2011 wird eine Pilotierung zur elektronischen Übermittlung des Inhalts der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung durchgeführt. Dabei sollen - auf freiwilliger Basis - ausgewählte Unternehmen den Inhalt ihrer Bilanz und ihrer Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 5b Abs. 1 EStG elektronisch übermitteln. Der für die Übermittlung amtlich vorgeschriebene Datensatz (Taxonomie) wird hiermit bekannt gegeben. Die Taxonomie sowie Hilfestellungen und Dokumentationen zur Taxonomie stehen unter http://www.eSteuer.de zur Ansicht und zum Abruf bereit.

Kanzleiprozesse: Entwurf zur Neuregelung § 14 UStG - elektronische Rechnung

Das Bundesfinanzministerium hat am 26. Oktober 2010 einem Gesetzesentwurf vorgelegt, der die Vorgaben der EU-Direktive vom 13.07.2010 zur Änderungen der bisherigen Mehrwertsteuerdirektive in deutsches Recht umsetzen soll. Während in der Formulierung des Gesetzestextes ganz allgemein von "anderen Verfahren" zur Gewährleistung der Echtheit der Herkunft und der Unversehrtheit des Inhalts die Rede ist (neben Signatur und EDI), wird in der Begründung präzisiert, dass insbesondere auf die Verfahren zurückgegriffen werden kann, die der Unternehmer aus betriebswirtschaftlichen Erwägungen zum Abgleich der Rechnung mit der Zahlung einsetzt. Erlaubt werden soll der Finanzverwaltung zukünftig ein Datenzugriff bei der Umsatzsteuernachschau. Die Neuregelung soll ab 1. Juli 2011 gelten.

Kanzleiprozesse: Europäische Kommission wünscht bis 2020 Einführung der elektronischen Rechnungsstellung auf breiter Front

Nach dem Willen der EU-Kommission soll die elektronische Rechnungsstellung in Europa zur vorherrschenden Fakturierungsmethode werden. In der von Vizepräsident Tajani und Kommissionsmitglied Barnier am 29.11.2010 vorgestellten Mitteilung „Die Vorteile der elektronischen Rechnungsstellung für Europa nutzen“ beschreibt die EU-Kommission ein Paket konkreter Maßnahmen, wie die Einführung elektronischer Rechnungen in Europa vorangebracht werden könnte. Gegenwärtig ist die Stellung elektronischer Rechnungen – insbesondere über Grenzen hinweg und für KMU – häufig ein komplexer und kostenintensiver Vorgang. Die Mitteilung der Kommission spricht diese Probleme an und wird durch einen Beschluss der Kommission zur Schaffung eines europäischen Stakeholder-Forums für die elektronische Rechnungsstellung ergänzt.

Kanzleistrategie: Die Kooperationsbörse – eine neue Dienstleistung des Steuerberaterverbandes für seine Mitglieder (Hans-Günther Gilgan)

Prognosen zufolge liefert im Jahre 2020 die "Projektwirtschaft" 15 Prozent der Wertschöpfung in Deutschland. "Projektwirtschaft" steht für zumeist temporäre, außerordentlich kooperative und oft globale Wertschöpfungsprozesse. Diese Art der Kooperation ist für viele Unternehmen zukünftig häufig die effizienteste Art des Wirtschaftens. Auch für Steuerberater. Viele Unternehmen sind in Zukunft noch stärker spezialisiert als heute und kooperieren immer häufiger in gemeinsamen Projekten. Vor diesem Hintergrund hat der Steuerberaterverband Westfalen-Lippe eine internetgestützte Kooperationsbörse entwickelt, die es den Mitgliedern des Steuerberaterverbandes, insbesondere den inhabergeführten kleinen und kleineren Kanzleien erleichtern soll, die für eine komplexe Aufgabenstellung notwendigen Spezialisten herausfinden und mit ihnen im Bedarfsfall kooperieren zu können.

Literatur: Kanzlei-Knigge (Horst Hanisch)

Das Buch aus dem Gabler Verlag informiert über zeitgemäßes Knigge-Know-how für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Anwälte, Berater und Angestellte in Kanzleien.

LAND-DATA: Deutscher Bauernverband präsentiert Situationsbericht 2011

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes Gerd Sonnleitner stellte Anfang Dezember, auf einer Pressekonferenz in Berlin den Situationsbericht 2011 zur Lage der deutschen Landwirtschaft vor. Diese Analyse basiert auf Jahreasabschlüssen landwirtschaftlicher Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe, die mit Unterstützung von LAND-DATA ausgewertet wurden.

COLLEGA: Datenschutz ist Chefsache

Letzten Endes geht es um die Existenz. Im glücklicherweise seltenen Fall der totalen Vernichtung der Kanzlei kommt es darauf an, ob man gut vorgesorgt hat. Bei Zwischenfällen, wie Verlust von Daten oder Unterlagen sind die Kosten und Mühen der Wiederherstellung zu bedenken. Je nach Fall kann aber auch eine bedeutende Rufschädigung eintreten, deren wirtschaftliche Folgen recht beträchtlich sein können. Dabei muss guter Datenschutz nicht teuer sein. COLLEGA bietet eine „Datenschutz-CD“ mit Mustervorlagen für Datenschutz, Mitarbeiterschulung, Mandantenverträge und vielen weiteren nützlichen Praktikerhinweisen an.

Audicon: Tipps und Tricks zu AuditSolutions

Die monatlichen Tipps und Tricks zu den Software-Lösungen IDEA und AIS TaxAudit bieten seit langem praktische Hilfe im Arbeitsalltag. Jetzt gibt es diese Tipps und Tricks auch für die Software-Lösung AuditSolutions. Die Schritt- für-Schritt-Anleitungen unterstützen Anwender ab sofort bei der Durchführung unterschiedlicher Prüfungsaktionen in AuditSolutions, der führenden Software-Lösung für prüfende Berufe.

hmd: ESt pro – die neue Einkommensteuer bei hmd

Gleich mehrere Online-Sitzungen mussten die Steuerspezialisten von hmd ansetzen, um die große Nachfrage unter den Kunden zu befriedigen. Inhalt der Präsentationstermine war die neue Einkommensteuersoftware von hmd – ESt pro.

Stollfuß: Stotax Kanzlei berechnet latente Steuern

Die neueste Version der Steuerberater-Software Stotax Kanzlei berechnet latente Steuern für die Übernahme in den Jahresabschluss.

SBS Software: Das SBS Software Rechnungswesen erneut mit erweiterten Funktionen

Die Jahresendversion des SBS Rewe plus® Systems macht wieder einmal deutlich, woran beim Hersteller vorrangig gearbeitet wird: Die Zufriedenheit der Anwender steht am Anfang jeglicher Entwicklungsplanung und die Umsetzung erfolgt auf Basis flexibler und modernster Techniken. Darüber hinaus warten SBS Software Anwender niemals vergeblich auf die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben. Komfortable Erweiterungen sind zudem auch in kleinen Dingen stets willkommen, man spricht nur zu selten darüber.

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