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Newsletter Ausgabe 4-2011 vom
28. April 2011

Inhalt:

MAGAZIN


MARKT

Editorial: Merkwürdige Frage-Antwort-Kataloge des Fiskus


Gab es das schon einmal? Einen Frage-Antwort-Katalog des BMF zu einem Gesetz, noch bevor dieses vom Parlament beschlossen wurde? Nicht nur dies ist merkwürdig an den Frage-Antwort-Katalogen der Finanzverwaltung, über die wir Sie in dieser Ausgabe informieren.

Die Ministerialbürokraten sind sich wohl ziemlich sicher, dass der von ihnen formulierte Gesetzentwurf zur Vereinfachung der elektronischen Rechnungsstellung bleibt wie er ist. Und sie scheinen ihrer Gesetzesbegründung auch in Zukunft treu bleiben zu wollen, denn sie haben viele ihrer Antworten direkt daraus entnommen.

Stutzig macht dagegen, dass sie die Aufbewahrung von elektronischen Rechnungen auf nur einmal beschreibbaren Datenträgern wie CD oder DVD fordern. Zu dieser Frage dürfte das nicht die letzte Antwort sein, denn in praxis- und IT-näheren Teilen der Finanzverwaltung gibt es zur Unveränderbarkeit von elektronisch aufzubewahrenden Dokumenten und Daten eine differenziertere und präzisere Sicht.

Wenn schon Gesetze gemacht werden, deren Bedeutung sich aus dem Wortlaut des Gesetzestextes nicht zweifelsfrei erschließt, dann sind klarstellende Frage-Antwort-Kataloge der Verwaltung durchaus zu begrüßen.

Warum aber wird dann so ein Katalog, wie der zur E-Bilanz, geradezu meisterlich im Internet versteckt? Suchen Sie einmal unter www.esteuer.de bis Sie den entsprechenden Link gefunden haben. Wenn Sie dann das PDF anschauen, das sich auftut, wenn sie dem Link folgen, können Sie dies nur einordnen, wenn Sie zuvor einen Blick ins Impressum der Internetseite geworfen haben. Denn das Dokument enthält weder die Angabe eines Verfassers noch ein Datum. Jeder Grundschüler bekäme von seinem Deutschlehrer einen Rüffel, würde er so seinen Aufsatz abliefern.

Welche Relevanz und Bindewirkung haben Frage-Antwort-Kataloge, insbesondere dann, wenn sie inhaltliche und handwerkliche Schwächen offenbaren? Zunächst binden Sie einseitig die Finanzverwaltung. Sie kann gegenüber den Steuerpflichtigen nicht zu deren Lasten hinter ihre dort artikulierte Position zurück. Für Unternehmen dagegen ist eine FAQ-Liste die schwächste Form von Regularien, nach Gesetzen und Anwendungsschreiben. Wer ein Dokumentenmanagement- und Archivsystem betreibt, das eine unveränderbare Aufbewahrung sicherstellt, ist auf der sicheren Seite -  auch wenn die Daten auf einer Festplatte gespeichert sind.

Zeigen die aktuellen Frage-Antwort-Kataloge der Finanzverwaltung auch einige Merkwürdigkeiten, sind sie dennoch überwiegend des Merkens würdig.

Ihr Gerhard Schmidt

Kanzleiprozesse: Frage-Antwort-Katalog zur Vereinfachung der elektronischen Rechnungsstellung zum 1. Juli 2011

Durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 (StVereinfG 2011) sollen durch Änderungen im Umsatzsteuergesetz (UStG) mit Wirkung ab dem 1. Juli 2011 die bislang sehr hohen Anforderungen an die elektronische Übermittlung von Rechnungen reduziert und so Bürokratiekosten der Wirtschaft in Milliardenhöhe abgebaut werden. Bislang liegt hierzu lediglich ein Gesetzentwurf der Bundesregierung vor, der sich zurzeit im parlamentarischen Verfahren befindet. Erst Bundestag und Bundesrat werden über die endgültige Ausgestaltung der gesetzlichen Regelungen entscheiden. Schon jetzt wurden eine Vielzahl von Fragen zur konkreten Ausgestaltung der zukünftigen Regelung an das Bundesministerium der Finanzen herangetragen. Die Wichtigsten hat es in einem Frage-Antwort-Katalog gesammelt und interessierten Bürgern und Unternehmen zur Verfügung gestellt.

Kanzleiprozesse: Frage-Antwort-Katalog zur E-Bilanz

Das Bayerische Landesamt für Steuern hat einen Frage-Antwort-Katalog zur E-Bilanz veröffentlicht. Der Katalog gliedert sich in die Abschnitte Allgemeines, Dateninhalt, Zeitpunkt der Übermittlung, Härtefallantrag, Datenschutz/Steuergeheimnis sowie Technik der Übermittlung.

IT-Management: Serie "Steuersicher archivieren" - Archivierung elektronischer Rechnungen (Thorsten Brand, Stefan Groß, Ivo Geis, Bernhard Lindgens, Bernhard Zöller)

Unabhängig davon, ob elektronische Rechnungen signiert (wie heute noch erforderlich) oder unsigniert (wie in Zukunft möglich) verschickt werden, sie müssen elektronisch aufbewahrt werden. Welche Aufbewahrungspflichten bestehen im Einzelnen? Was muss bei einer ordnungsmäßigen Aufbewahrung beachtete werden? Welche Stolpersteine gibt es dabei?

Kanzleimarketing: Regionales Internet-Marketing - Neue Wege der Kundenansprache (Holger Kett und Claudia Dukino)

Das Internet wird zumeist als globales Kommunikationsmedium betrachtet. Die Potenziale des Online-Marketings, die sich für kleine und mittlere Unternehmen in der eigenen Region ergeben, werden dabei oft unterschätzt. Das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG) stellt hier einen kostenlosen Leitfaden zum Download zur Verfügung, der die Möglichkeiten des regionalen Internet­-Marketing vorstellt.

Stollfuß: Endspurt für die E-Bilanz

Die neue E-Bilanz sorgt in Fachkreisen für reichlich Diskussionsstoff. Stollfuß Medien wird Stotax Kanzlei rechtzeitig für die elektronische Übermittlung von Jahresabschlüssen ausstatten.

LAND-DATA: LAND-DATA etabliert Online-Schulungen

Seit März 2011 bietet LAND-DATA den Anwendern, die sich bereit erklärt haben, die neue Programmversion ADNOVA 2011 in einer sechswöchigen Pilotphase vorab zu testen, erstmals eine Einführungsschulung im Internet an. In der anderthalbstündigen Online-Schulung werden in einem virtuellen Klassenraum die Neuerungen der Version live im Programm vorgeführt.

Audicon: Neues rund um IDEA

IDEA, die Audicon Software für den Import, die Selektion und die Analyse großer Datenmengen, ist jetzt auch für den Einsatz unter Window 7 64-Bit offiziell freigegeben. Darüber hinaus stehen für Anwender ab sofort neue - und kostenlose - Downloads bereit, die die Software um verschiedene Funktionen erweitern.

SBS Software: Immer synchron mit dem "JobAgent" des SBS Software Rechnungswesens

Anwender der SBS Software Rechnungswesens sind mal wieder gut dran. Mit dem SBS Rewe plus® JobAgent steht ein äußerst nützlicher Helfer zur Verfügung, der eine echte Zeitersparnis darstellt. "Einfacher, schneller, direkter" lautete die Zielsetzung der SBS Software Entwickler, womit der Kundennutzen mal wieder klar fokussiert wurde.

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