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Newsletter Ausgabe 9-2011 vom
30. September 2011

Inhalt:

MAGAZIN


MARKT

Editorial: Der Steuervereinfachungstrojaner


Grünes Licht für elektronische Rechnungen ohne Signatur haben beide Kammern des Parlaments in den letzten Tagen gegeben. Insbesondere die KMU können sich nun endlich freuen, denn für sie ist mit der Signatur die in der Vergangenheit größte Hürde beim elektronischen Rechnungsaustausch gefallen. Vor lauter Freude sollte man aber die ganz am Rande auch ins Steuervereinfachungsgesetz eingefügte Passage nicht überlesen, denn sie müsste jedes Unternehmen zum Handeln bewegen:

 "Wurden die in Satz 1 genannten Unterlagen mit Hilfe eines Datenverarbeitungssystems erstellt, können die mit der Umsatzsteuer-Nachschau betrauten Amtsträger auf Verlangen die gespeicherten Daten über die der Umsatzsteuer-Nachschau unterliegenden Sachverhalte einsehen und soweit erforderlich hierfür das Datenverarbeitungssystem nutzen. Dies gilt auch für elektronische Rechnungen nach § 14 Absatz 1 Satz 8."

Mit dem letzten Satz wurde irgendwie noch versucht, den Bogen zu elektronischen Rechnungen zu schlagen. Doch ansonsten ist das neue Recht der Finanzverwaltung zum unmittelbaren Datenzugriff bei der Umsatzsteuernachschau völlig unabhängig davon, ob ein Unternehmen elektronischen Rechnungsaustausch pflegt oder nicht.

Ist Ihr Unternehmen, sind Ihre Mandanten vorbereitet, wenn am Tag nach der Verkündigung des Steuervereinfachungsgesetzes um 9 Uhr morgens ein Finanzbeamter zur Umsatzsteuernachschau hereinmarschiert und sich ans Buchführungs-, Faktura- und Warenwirtschaftssystem setzten will? Sind an den Systemen permanent Berechtigungsprofile zur Umsatzsteuernachschau eingerichtet? Wissen alle Mitarbeiter, wie sie sich zu verhalten haben? Da kann Konfusion schnell verdächtig wirken. Dann wird ohne Ankündigung von einer Minute auf die andere aus dem mit einer Umsatzsteuernachschau befassten "Amtsträger der Finanzbehörde" ein Umsatzsteuersonderprüfer. Der hat dann auch das Recht zur Datenträgerüberlassung. Sie schaffen es nicht, die angeforderten Daten innerhalb eines Tages zur Verfügung zu stellen? Dann könnte ein Verzögerungsgeld drohen. ...

Die Einführung des Verzögerungsgeldes im Jahressteuergesetzes 2009 war genauso ein Gesetzestrojaner wie jetzt der unmittelbare Datenzugriff bei der Umsatzsteuernachschau. Damals wurde in den Gesetzestext zur Verlagerung der elektronischen Buchführung in das außereuropäische Ausland ganz unscheinbar das Verzögerungsgeld für jede Art von GDPdU-Verstößen verpackt.

Lassen Sie sich bei den von der Finanzverwaltung verstärkt angekündigten Umsatzsteuernachschauen nicht kalt er wischen!

Ihr Gerhard Schmidt

Kanzleiprozesse: BMF-Schreiben zur E-Bilanz

Das BMF hat am 28.9.2011 das endgültige Anwendungsschreiben zur E-Bilanz veröffentlicht. Es bleibt bei der Nichtbeanstandungsregelung für 2012. Grundsätzlich sind die Inhalte der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2011 beginnen, durch Datenfernübertragung zu übermitteln. Für das erste Wirtschaftsjahr, das nach dem 31. Dezember 2011 beginnt, wird es von der Finanzverwaltung aber nicht beanstandet, wenn die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung für dieses Jahr noch nicht nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfernübertragung übermittelt werden. Eine Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung können in diesen Fällen in Papierform abgegeben werden; eine Gliederung gemäß der Taxonomie ist dabei nicht erforderlich.

IT-Management: Was tun bei Systemausfall?

Ein Ausfall der IT-Systeme wird für Unternehmen schnell zur Überlebensfrage. Bestellungen und Aufträge können nicht abgewickelt, die Produktion nur bedingt fortgeführt werden. Wer nicht rechtzeitig vorgesorgt hat, kann erhebliche Probleme bekommen. Hilfreich sind vorbeugende Sicherheitskonzepte und ein Notfallmanagement. Der neue Ratgeber "10 Praxistipps - Was tun bei Systemausfall?" gibt kleinen und mittleren Unternehmen sowie Handwerksbetrieben praxisnahe Tipps, um sich vor dem Ausfall der IT-Systeme zu schützen und im Falle eines Falles einen schnellen Wiederanlauf zu garantieren.

IT-Management: Serie "Steuersicher archivieren" - Archivierung und Bereitstellung von steuerrelevanten Daten (Von Thorsten Brand, Stefan Groß, Ivo Geis, Bernhard Lindgens, Bernhard Zöller)

Ein elektronisches Archivsystem zur Aufbewahrung steuerlich relevanter Daten wird von den Finanzbehörden zwar nicht gefordert, doch es bietet sich in vielen Fällen an. Verschiedenen Varianten der Umsetzung sind möglich.

COLLEGA: Vermögensgegenstand Kanzlei - Praxiswert

COLLEGA Software GmbH hat die Neuprogrammierung von COLLEGA-Kanzlei Plus abgeschlossen. Die erste Vorgängerversion ist inzwischen 30 Jahre alt und, man staune, vereinzelt noch im Einsatz. Die derzeitige Version wird seit 15 Jahren von vielen Kanzleien genutzt. Nun war es an der Zeit, aus Altbewährtem und neuesten Erkenntnissen eine neue Generation dieser bewährten Kanzleiverwaltungssoftware zu schaffen, deren Nutzen nachfolgend am Beispiel der Erhaltung und Mehrung des Wertes „Vermögensgegenstand Kanzlei“ dargestellt  wird.

LAND-DATA: Green IT in der Landwirtschaft: LAND-DATA setzt auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Der Begriff Green IT steht für alle Aktivitäten zur Senkung des Energie- und Materialverbrauchs durch innovative IT-Produkte und -Anwendungen. LAND-DATA, marktführender Softwarehersteller im landwirtschaftlichen Rechnungswesen, investiert derzeit mit zahlreichen baulichen und technischen Neuerungen in Energieeffizienz und Klimaschutz. Ziel ist, die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien über deren gesamten Lebenszyklus hinweg umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten. Geplant wird dabei von der Architektur moderner Rechenzentren über das Design der IT-Systeme und die Effizienzsteigerung in der Softwareentwicklung bis zum Recycling von Geräten und Datenträgern.

SBS Software: Entgeltabrechnung mit integriertem Wörterbuch

„SV-Brutto ist das sozialversicherungspflichtige Bruttogehalt des Arbeitnehmers.“ Was versteht nach dieser Erklärung ein ausländischer Saisonarbeiter? Er wird Sie höchstens fragend anschauen. Aber wie erklären Sie einem ausländischen Mitarbeiter lohnspezifische Begriffe so, damit dieser seine Abrechnung auch versteht, z. B. was an Überstunden, Abzügen und Urlaub abgerechnet wurde?

Audicon: Unterstützung bei der E-Bilanz

Unternehmen müssen sich, um die Verpflichtung zur Übermittlung der E-Bilanz erfüllen zu können, mit zwei Fragen beschäftigen: der Bereitstellung der technischen Voraussetzungen zur Erzeugung und Übermittlung des XBRL-Datensatzes sowie der Organisation der Datenhaltung zur "Befüllung" der Taxonomie. Audicon unterstützt sie gerne dabei.

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