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Newsletter Ausgabe 3-2012 vom
31. März 2012

Inhalt:

MAGAZIN


MARKT

Editorial: Kontierung konfus


Die jüngste Verfügung des Bayerischen Landesamtes für Steuern zum Kontierungsvermerk auf elektronisch erstellten und versandten Eingangsrechnungen verursacht einigen Wirbel. Das kann gar nicht anders sein. Betrachten wir das Kontierungsproblem einmal als Puzzlespiel, bei dem es gilt, einzelne argumentative Elemente zu einem einheitlichen Gefüge zusammenzusetzen. Da zeigt sich dann schnell ein Dilemma: Entweder die Steine passen formal alle zusammen, doch ein wirres Bild entsteht oder ein einleuchtendes Bild entsteht, wobei ein Stein übrig bleibt.

Die Bayern haben sich für den ersten Fall entschieden. Bereits der Titel der Verfügung deutet dies an. Was bedeutet, einen Kontierungsvermerk "auf" einem elektronischen Beleg anzubringen? Warum heißt es nicht, Kontierung von elektronischen Belegen? Weil in den uralten GoBS von 1995 "auf dem Beleg" steht. Damals gab es keine elektronischen Belege, also wurde so formuliert, wie es "best practice" war: auf das Papier des Belegs wurde ein (hand)schriftlicher Vermerk aufgebracht. Die bayerischen Finanzbeamten  hätten als Ausgangspunkt für die Interpretation, was Kontierung in der elektronischen Welt bedeutet, in den GoBS durchaus auch zwei Sätze zuvor ansetzen können, wo es heißt: "Auch an die DV-gestützte Buchführung wird die Anforderung gestellt, dass Geschäftsvorfälle retrograd und progressiv prüfbar bleiben müssen." Diese Anforderung lässt sich heutzutage auf verschiedene Weise erfüllen, auch ohne expliziten Kontierungsvermerk "auf" dem Papier- bzw. elektronischen Beleg. 

"Diesem Erfordernis kann dadurch Rechnung getragen werden, dass an die Rechnung ein Datensatz angehängt wird, der die für die Buchung notwendigen Informationen erhält." steht in der Verfügung. Kann, nicht muss. Alternativen werden also nicht ausgeschlossen. Auf Alternativen wird aber nicht näher eingegangen. Wohl weil der Hintergrund der Verfügung eine entsprechende Anfrage der Bundessteuerberaterkammer an das BMF ist, in dem dieses ein solches Vorgehen als ordnungsgemäß im Sinn der GoB/GoBS anerkannt hat. Spezielle Frage - spezielle Antwort. Hätte die Bundessteuerberaterkammer allgemein gefragt, was Kontierung in einer modernen DV-gestützten Buchführung bedeutet, hätten wir vermutlich/hoffentlich eine differenziertere und für die Praxis hilfreichere Antwort der Finanzverwaltung bekommen.

Ihr Gerhard Schmidt

Kanzleiprozesse: Kontierungsvermerk auf elektronisch erstellten und versandten Eingangsrechnungen

Die Verfügung des Bayerischen Landesamtes für Steuern führt aus: In der Praxis werden derzeit vermehrt elektronische Rechnungen verwandt. Bei dieser Art der Rechnungsstellung liegen Originalbelege in Papierform nicht mehr vor. Die Rechnung geht elektronisch ein und wird ebenso erfasst. Eine Kontierung auf dem Beleg kann dabei nicht erfolgen. Gleichwohl darf gemäß den GoBS der Verzicht auf einen herkömmlichen Beleg die Möglichkeit der Prüfung des betreffenden Buchungsvorgangs in formeller und sachlicher Hinsicht nicht beeinträchtigen. Diesem Erfordernis kann dadurch Rechnung getragen werden, dass an die Rechnung ein Datensatz angehängt wird, der die für die Buchung notwendigen Informationen erhält. Der Datensatz muss mit der Rechnung so verbunden werden, dass er von dieser nicht mehr getrennt werden kann.

Kanzleiprozesse: Vereinfachung der elektronischen Rechnungsstellung zum 1. Juli 2011 durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 (Entwurf)

Das BMF hat im Februar 2012 den Entwurf eines Schreibens "Vereinfachung der elektronischen Rechnungsstellung zum 1. Juli 2011 durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011" den Verbänden zur Stellungnahme zugeleitet. Neben der zentralen Aussage "Ist der Nachweis erbracht, dass die Voraussetzungen des Vorsteuerabzugs nach § 15 UStG gegeben sind, kommt der Frage der Durchführung des innerbetrieblichen Kontrollverfahrens in dem konkreten Einzelfall keine eigenständige Bedeutung mehr zu und kann insbesondere nicht mehr zur Versagung des Vorsteuerabzugs führen." wird klargestellt, dass eine Verletzung von Aufbewahrungspflichten keinen Einfluss auf das Recht zum Vorsteuerabzug haben. Eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Schreiben erfolgt nach seiner Veröffentlichung.

IT-Management: Ratgeber zum Thema Informationssicherheit

Mit fünf neuen Titeln ist die Ratgeberreihe "10 Praxistipps - Aus der Praxis für die Praxis" komplett. Die Praxistipps des BMWi-Verbundsprojektes "Sichere E-Geschäftsprozesse in KMU und Handwerk" vermitteln kleinen und mittleren Unternehmen sowie dem Handwerk Tipps, wie die eigene IT sicher gestaltet und genutzt werden kann. Die fünf kostenfreien Ratgeber "Sicheres Online-Banking", "E-Mails sicher versenden", "IT-Risiken erkennen und vermeiden", "Netzwerke sicher administrieren" und "IT-Sicherheitskonzepte erstellen" greifen Erfahrungen aus kleinen und mittleren Unternehmen sowie Handwerksbetrieben auf, die bereits erfolgreich und gezielt Maßnahmen im Bereich der IT-Sicherheit umgesetzt haben.

Branche: Neue XING-Gruppe: Unternehmen Steuerkanzlei

Seit wenigen Wochen gibt es in XING die Gruppe "Unternehmen Steuerkanzlei". Ziel dieser Gruppe ist, alle Themen der Unternehmensführung für Steuerberater zusammen zu tragen, neue Entwicklungen in der Branche aufzuzeigen,  Kooperationspartner zusammenzubringen, über interessante Links zu informieren und Tipps zu geben, kurz: eine Kanzlei auf Erfolgskurs zu bringen und zu halten.

SBS Software: SBS Software ist mit einem Knall und einem völlig neuen Produkt in die CeBIT gestartet

Es war angekündigt und somit zu erwarten – es wurde eine Premiere der Superlative und ein Feuerwerk an Überraschungen, wie es die CeBIT noch selten erlebte. Den Besuchern wurde ein Spektakel geboten, das ahnen ließ, dass hier etwas Neues entstanden sein musste.

LAND-DATA: Bei uns sind Ihre Daten sicher

Mit einem Rechenzentrumsneubau geht LAND-DATA einen weiteren wichtigen Schritt in die Zukunft. Am Firmensitz wird seit Jahresbeginn ein neues Rechenzentrum mit höchsten Sicherheitsstandards betrieben. Ausgestattet ist das neue Gebäude mit einem separaten Einbruchmelde- und Alarmsystem. Sämtliche Strom- und Datenleitungen wurden unabhängig vom Hauptgebäude verlegt, um ein Höchstmaß an Ausfallsicherheit zu erreichen. Das Gebäude wird durch eine separate Anbindung an ein leistungsfähiges Notstromaggregat vor Stromausfällen abgesichert.

hmd: hmd stellt eine neue Lösung zur Abschlussprüfung für Wirtschaftsprüfer vor: wp.abschluss³

Die Arbeitsmittel, die in Steuerkanzleien zur Erstellung von Jahresabschlüssen genutzt werden, sind weit entwickelt. Aktuell befindet sich hmd mitten in einer Neuentwicklung, um die softwareseitigen Möglichkeiten auch in diesem Bereich spürbar zu erweitern. hmd hat sich nun daneben der Herausforderung gestellt, das bestehende Programmpaket für Steuerberater um eine Speziallösung für Wirtschaftsprüfer zu erweitern.

COLLEGA: ELSTER-Probleme und ihre Auswirkungen auf Steuerberater

Ab Veranlagungszeitraum 2011 haben alle Unternehmer ihre Steuererklärungen über ELSTER bei der Finanzverwaltung abzugeben. Böse Überraschung: Körperschaftsteuererklärungen können noch nicht mit ELSTER übertragen werden, da die Software der Finanzverwaltung nicht fertig ist.

Audicon: Neue Tipps und Tricks – Ihre Ideen sind gefragt!

Seit rund fünf Jahren veröffentlicht die Audicon GmbH regelmäßig die Reihe "Tipps und Tricks für IDEA und AIS TaxAudit Professional". Künftig sollen die Praxistipps noch gezielter an den Anforderungen der Kunden ausgerichtet werden. Sie sind Anwender der Audicon Software-Lösungen? Dann sind auch Ihre Ideen und Anregungen gefragt!

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