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Newsletter Ausgabe 4-2013 vom
3. Mai 2013

Inhalt:

MAGAZIN


MARKT

Editorial: GoBS + GDPdU = GoBD

Die GoBS (Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme) von 1995 sind längst in die Jahre gekommen und dringend renovierungsbedürftig. Deshalb wurde die AWV (Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliche Verwaltung) aktiv und entwickelte die GoBIT (Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung beim IT-Einsatz). Diese legte diese dem Bundesfinanzministerium vor in der Erwartung, dass die GoBIT dort wie seinerzeit die GoBS in ein Anwendungsschreiben übernommen werden. Doch die Finanzverwaltung hatte andere Pläne und verfasste einen eigenen Text. Dieser soll die GoBS, die GDPdU sowie die "Fragen und Antworten zum Datenzugriffsrecht der Finanzverwaltung" bündeln unter dem Namen "Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff", abgekürzt GoBD.

Der Entwurf der GoBD wurde inzwischen den Verbänden zur Kommentierung übergeben. Welche Anregungen aus der Wirtschaft in das endgültige BMF-Schreiben einfließen werden, wissen wir noch nicht. Verschärfen wird die Finanzverwaltung die Vorschriften wohl nicht mehr und so lässt sich zumindest eine Erleichterung insbesondere für die Unternehmen identifizieren, die ihre Buchführung an den Steuerberater ausgelagert haben.

War es bislang so, dass das Fehlen einer Verfahrensdokumentation grundsätzlich als formaler Buchführungsmangel angesehen werden konnte, so sagt die GoBD nun: "Soweit eine fehlende oder ungenügende Verfahrensdokumentation die Nachvollziehbarkeit und Nachprüfbarkeit beeinträchtigt, liegt ein formeller Mangel mit sachlichem Gewicht vor, der zum Verwerfen der Buchführung führen kann." Wer also seine Belege im Schuhkarton sammelt und einmal im Monat dem Steuerberater bringt, der braucht keine Verfahrensdokumentation. Das Verfahren lässt sich schließlich mit zwei Sätzen nachvollziehbar erklären. Auch bei "elektronischen Schuhkartons" ist eine Verfahrensdokumentation entbehrlich, dann wenn die gesammelten Belege in elektronischer Form an die Kanzlei geschickt werden. Die Zusammenarbeit zwischen Steuerberater und Mandanten läuft ja weitgehende nach eingespieltem Schema, das für einen Betriebsprüfer nicht weiter erklärungsbedürftig ist. Für 2 Millionen KMU dürfte das Thema Verfahrensdokumentation nun vom Tisch sein.

Sobald die GoBD veröffentlicht sind, werden wir uns hier noch genauer mit ihnen auseinandersetzen.

Ihr Gerhard Schmidt

IT-Management: Entwurf: Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD)

Die GoBD sollen die GoBS (Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme) von 1995, die GDPdU (Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen) von 2001 sowie die "Fragen und Antworten zum Datenzugriffsrecht der Finanzverwaltung" bündeln. Nach einer verbandsöffentlichen Kommentierungsphase werden die GoBD voraussichtlich im Sommer 2013 als BMF-Schreiben veröffentlicht.

IT-Management: BSI veröffentlicht Überblickspapier zu IT-Consumerisation und BYOD

Der Begriff "Consumerisation" beschreibt die Entwicklung, dass immer mehr IT-Systeme, Anwendungen und Dienste, die ursprünglich für die Nutzung im privaten Umfeld entwickelt wurden, auch im beruflichen Bereich zum Einsatz kommen. Die Grenze zwischen beruflicher und privater Nutzung von IT löst sich damit immer mehr auf. Hinzu kommen Strategien von Unternehmen und Institutionen, ihre Mitarbeiter zur dienstlichen Nutzung privater technischer Geräte zu ermutigen oder sogar finanzielle Anreize hierfür zu schaffen. Dieser Trend ist unter dem Begriff "Bring Your Own Device" bekannt geworden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat ein IT-Grundschutz-Überblickspapier zum Thema Consumerisation und BYOD (Bring Your Own Device) veröffentlicht, das sich insbesondere mit den besonderen für die Informationssicherheit und den Datenschutz beschäftigt. Das Papier gibt hierzu eine Reihe von konkreten Hinweisen, Best Practices und Handlungsempfehlungen.

Literatur: Das Bundessteuergesetzbuch in der Diskussion

Eine Heidelberger Forschungsgruppe hat den Text einer grundlegenden Erneuerung des deutschen Steuerrechts erarbeitet, das das deutsche Vielsteuersystem auf vier Steuern – auf das Einkommen, den Umsatz, die Erbschaft und den Verbrauch – zurückführt, die vielen tausend Paragraphen auf 146 Gesetzes- und 91 Verordnungsvorschriften zurücknimmt. In der aktuellen Debatte über ein vereinfachtes, maßvolles Steuerrecht bietet der im Nomos Verlag erschienene Heidelberger Entwurf ausformulierte Lösungsvorschläge, die in einer Diskussion von Steuerrechtsexperten – Professoren, Finanzrichter, Verwaltungsbeamte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer – kritisch erörtert, in ihrer freiheitlichen Konzeption und ihren praktischen Auswirkungen beurteilt worden sind. In dieser Debatte wurde insbesondere empfohlen, die Reform mit der Erbschaftsteuer und der Umsatzsteuer zu beginnen.

Diskussion: Aktuelle Fragen zu Kanzleimanagement

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