Home

Newsletter Ausgabe 2-2015 vom
16. Februar 2015

Inhalt:

MAGAZIN


MARKT

Editorial: GoBD: Neue Anforderungen oder nur neuformulierte?

Seit Jahresbeginn gelten die GoBD, die „Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff“, die insbesondere die GoBS von 1995 und die GDPdU von 2001 ablösen. Neue Anforderungen! Verschärfte Anforderungen! Wird in vielen Stellungnahmen beklagt. Spürt man diesen Vorwürfen an den Fiskus dann genauer nach, stellt man fest, dass die Kommentatoren die GoBD nur flüchtig gelesen haben, geschweige denn das neue mit den alten BMF-Schreiben verglichen haben. Da ist dann beispielsweise zu lesen: „Unbare Geschäftsvorfälle müssen innerhalb von 10 Tagen erfasst werden.“. In den GoBD steht dazu (mit Bezug auf zwei BFH-Urteile aus den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts): „Eine Erfassung von unbaren Geschäftsvorfällen innerhalb von zehn Tagen ist unbedenklich.“ Eine Rechtsauffassung, die seit über einem halben Jahrhundert bekannt ist (sein sollte), wird als völlig überraschend über die Wirtschaft hereinbrechende neue Zumutung interpretiert. Doch ob mehr als zehn Tage bedenklich sind, lässt die GoBD offen. Derartige Beispiele lassen sich noch viele finden. Es zeigt sich dabei meist: Neu sind die so empfundenen Anforderungen der Finanzverwaltung nicht, sie treten mit den GoBD nur neu ins Bewusstsein. Damit haben die Autoren der GoBD eines ihrer wesentlichen Ziele erreicht, durch eine neue und modernere Formulierung bestehende Anforderungen eingänglicher und Versäumnisse der Vergangenheit bewusster zu machen. Insbesondere die GoBS wurden in Teilen nie richtig ernst genommen (Beispiel: Verfahrensdokumentation) – und die Finanzverwaltung hat es so laufen lassen. In den GoBD signalisiert sie nun neue Entschlossenheit, längst veröffentlichte regulatorische Vorgaben auch einzufordern. Das bedeutet in der Praxis dann durchaus eine Verschärfung. Nur eben keine Verschärfung von Anforderungen. Wer bislang hier oder dort etwas zu lax war, muss nun etwas genauer werden.


Ihr Gerhard Schmidt

Unternehmensprozesse: Umfrage zur Bearbeitung und Archivierung elektronischer Rechnungen: Wie läuft es in der Praxis wirklich?

Mit einer aktuellen Befragung im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) will der eBusiness-Lotse Ostbayern ermitteln, wie die Rechnungsabwicklung derzeit bei den Unternehmen abläuft. Unternehmen können bis zum 1. März 2015 an der Umfrage teilnehmen.

Unternehmensprozesse: E-Bilanz bedeutet für Finanzämter erhöhten Aufwand

Die Finanzverwaltung hat festgestellt, dass der Datenumfang bzw. Informationsgehalt der E-Bilanz erheblich von demjenigen der bisherigen papierbasierten Unterlagen abweicht. Kontennachweise bzw. Anlagespiegel und -verzeichnisse werden in deutlich weniger Fällen als bisher übermittelt. Dies führt sowohl bei den Finanzämtern als auch den Unternehmen/steuerberatenden Berufen aufgrund von vermehrtem Klärungs- bzw. Erläuterungsbedarf und den hieraus resultierenden Rückfragen zu erheblichem Mehraufwand. Die OFD Nordrhein-Westfalen reagierte darauf mit einer Verfügung, in der sie als Lösung  Klimagesprächen mit Steuerberatern und Aufklärungsaktionen in der Wirtschaft vorschlägt.

Politik: DIHK fordert Erleichterungen bei Buchführung, Rechnungslegung, Informationspflichten, Beschäftigung

Die Erkenntnis, dass Bürokratieabbau ein wichtiges Element wirtschaftsfördernder Politik ist, setzt sich leider nur schwer durch. In seinem neuen "Bürokratie-Radar" zeigt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) den nach wie vor großen Handlungsbedarf auf und fordert Erleichterungen bei Buchführung, Rechnungslegung, Informationspflichten, Beschäftigung.

Literatur: Kanzleikooperationen in Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung (Stephan Wollgarten)

Stephan Wollgarten untersucht horizontale Unternehmenskooperationen von Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzleien („Kanzleikooperation“). Welche Motive zeichnen solche Kooperationen aus und welche Faktoren beeinflussen Struktur und Erfolg derselben? Stärkt der Kooperationserfolg letztlich den Kanzleierfolg? Der Autor behandelt diese Fragen und stellt die Ergebnisse einer bundesweiten, repräsentativen Erhebung vor.

Literatur: Rechnung stellen - Umsatz sichern (Constanze Elter)

Rechnungen zu schreiben, gehört zu den schönsten Tätigkeiten für den Unternehmer. Allerdings ist das Stellen einer Rechnung nicht ohne Haken und Ösen. Viele Selbstständige kämpfen mit den gesetzlichen Vorschriften, mit den Pflichtangaben in Rechnungen, mit der Unterscheidung zwischen Kleinbetrags- und normalen Rechnungen und der Festlegung des richtigen Umsatzsteuersatzes. Das Buch versteht sich als Leitfaden, um Selbstständigen die komplexen Rechnungsvorschriften verständlicher zu machen. Es soll als Wegweiser durch die zahlreichen steuerlichen Vorschriften dienen – versehen mit vielen praktischen Tipps und Beispielen. Ein praktischer Ratgeber, den man gern in die Hand nimmt.

Veranstaltungen: Termine der nächsten Monate

* CeBIT (Deutsche Messe): 16.-20.03.2015 Hannover

hmd: hmd erweitert seinen Onlinedienst myKanzlei um die Schnittstelle zum Deutschen Sparkassenverlag

In einem gemeinsamen Projekt mit dem Deutschen Sparkassenverlag in Stuttgart und der Sparkasse München-Starnberg-Ebersberg stellt die hmd-software ag einen weite-ren Baustein des digitalen Datentransfers vom Steuerberater zum Bankberater über myKanzlei zur Verfügung.

Audicon: Datenimport-Service in der Praxis: neuer Erfahrungsbericht

Ab sofort auf der Website der Audicon GmbH online: ein Referenzbericht von Martin Wittmann, Geschäftsführer der Kanzlei Crowe & Kleeberg. In ihm erläutert der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater die Vorteile, die der Datenimport-Service der Audicon GmbH in der Praxis bietet.

LAND-DATA: LAND-DATA stellt landwirtschaftlichen Branchenvergleich 2013/14 zur Verfügung

Für Unternehmer, dich sich für die wirtschaftliche Lage landwirtschaftlicher Unternehmen in Ihrer Region interessieren und eigene Auswertungen erstellen möchten, stellt LAND-DATA die aktuellen Daten zum landwirtschaftlichen Branchenvergleich sowohl für konventionelle als auch für ökologisch wirtschaftende Betriebe zur Verfügung.

Newsletter
 hier abonnieren
Premium-Partner
Munker Datenschutz
hmd SOFTWARE
COLLEGA
microdat
Audicon
ADNOVA - LAND-DATA
Simba
FIBUdata
DATAC
SBS Software GmbH
Stollfuß Medien
Partner-Portale
Forum Elektronische Steuerprüfung
rechnungsaustausch.org
Veranstalter
powered by webEdition CMS