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Newsletter Ausgabe 9-2016 vom
7. Oktober 2016

Inhalt:

MAGAZIN


MARKT

Editorial: Neuer Standard für Datenaustausch zwischen Steuerberater und Mandant verändert Qualität der Zusammenarbeit

 

Ohne „Datev-Schnittstelle“ ist praktisch keine kaufmännische Software für KMU marktfähig. Jeder Steuerberater kann Mandantendaten über diese Schnittstelle in seine Software einlesen, auch wenn diese nicht aus dem Hause Datev stammt. Die Datev konnte aufgrund ihrer Marktmacht den Standard setzen, an dem sich dann alle orientiert haben. Die klassische Datev-Schnittstelle ist eine unidirektionale Schnittstelle für den Datenfluss vom Unternehmen in die Kanzlei. Die umgekehrte Richtung ist nicht vorgesehen. Der Steuerberater fordert Daten vom Unternehmen, das sich um einen möglichst geschmeidigen Datenlieferservice für den Steuerberater bemüht. Eigentlich eine verkehrte Welt.

Aus Sicht des Unternehmens ist der Steuerberater dessen Outsourcing-Partner. Ein (kleiner) Teil des Geschäftsprozesses (z.B. die Buchführung) wird an den Steuerberater ausgelagert. Der wesentliche Teil des Geschäftsprozesses geschieht im Unternehmen. In der Regel unter Einsatz einer IT-Lösung. Diese kann vom einfachen Fakturaprogramm bis hin zum branchenspezifischen ERP-System reichen. Die Unternehmenssoftware muss mit Daten gefüttert werden, die dann in einen Datenkreislauf einfließen. Ärgerlich nur, dass ein Datenkreislauf nicht richtig in Schwung kommen kann, denn vom Steuerberater kommen ja keine Daten zurück.

Das soll sich nun grundlegend ändern. Im August dieses Jahres präsentierte die Datev die neue Standardschnittstelle DATEVconnect. Sie ermöglicht einen bidirektionalen Austausch von Daten. Daten können darüber direkt und ohne manuellen Eingriff in beide Richtungen fließen. Durch diesen zielgerichteten Informationsaustausch soll der Prozess beim Anwender ganzheitlich und ohne System- oder Medienbrüche unterstützt werden.

Wie schnell sich die neue Schnittstelle in der Praxis bei der Vernetzung unterschiedlicher IT-Landschaften verbreitet, wie sie sich bewährt und wie sie sich weiterentwickelt, wird spannend. Denn wenn die Mandantenunternehmen erst erkennen, welchen Nutzen sie von den Daten haben, die ihnen nun vom Steuerberater geliefert werden, bekommen sie Hunger nach immer mehr Daten.

Mit dem Konzept von DATEVconnect sind die technischen Voraussetzungen gegeben, eine echte Outsourcing-Beziehung zu realisieren. Das wird das Verständnis der Zusammenarbeit zwischen Steuerberater und Mandantenunternehmen radikal verändern. Die Unternehmen werden selbstbewusst immer mehr (Daten) vom Steuerberater fordern, der Steuerberater muss einen immer besseren (Daten)-Service anbieten. Wie werden die Steuerberater mit diesem Paradigmenwechsel klar kommen?

Ihr Gerhard Schmidt

Kanzleistrategie: Branchenspezialisierung ist wichtigste Zukunftsqualifikation für Steuerberater

Für deutsche Steuerberater ist die Branchenspezialisierung die wichtigste Zukunftsqualifikation: Auf die Frage, in welchen Bereichen zukünftige Steuerberater sich verbessern sollten, nannten 44 Prozent der Steuerberater in Deutschland die Spezialisierung auf Branchen (versus nur 28 Prozent im internationalen Durchschnitt). Das ist das Ergebnis des „Exact KMU Barometer 2016", einer internationalen Studie des Marktforschungsinstituts Pb7 im Auftrag des Cloud-Software-Anbieters Exact. An zweiter und dritter Stelle kommen mit jeweils 40 Prozent Zustimmung eine beschleunigte Reaktionsfähigkeit sowie die Verbesserung der finanzbuchhalterischen Kernkompetenzen.

Kanzleiprozesse: Bitkom-Leitfaden: Digitale Prozesse

Alle Veränderungen dieser Welt finden in Prozessen statt. Insofern ist der Prozessbegriff extrem universell und es bedarf für effizientes Arbeiten einer Eingrenzung. Die Bitkom-Projektgruppe "Digitale Prozesse" hat sich in einem kostenlosen Leitfaden dem Prozessbegriff unter der Zielsetzung "Optimierung von Geschäftsprozessen durch Digitalisierung" genähert.

Kanzleiprozesse: 10 Empfehlungen zum richtigen Umgang mit E-Mails

Neben Telefonie ist E-Mail das wichtigste Medium, um mit Geschäftspartnern, Kunden und Kollegen zu kommunizieren. Gemäß einer Bitkom-Untersuchung erhält jeder Mitarbeiter eines deutschen Unternehmens im Schnitt 18 geschäftliche E-Mails am Tag. Doch ist die E-Mail auch immer das richtige Medium? Wie verwendet man E-Mails richtig und was muss man bei der Nutzung beachten? Was gehört in eine E-Mail, was nicht? Diesen Fragen ist der Bitkom Arbeitskreis Input- und E-Mail Management auf den Grund gegangen und hat 10 Empfehlungen zum richtigen Umgang mit E-Mails zusammengestellt.

Literatur: Was treibt die Digitalisierung? (Ferri Abolhassan (Hrsg.))

Spannende Beiträge, Analysen und Praxisbeispiele beschreiben den Einstieg in die Digitalisierung und wie der Umgang mit den Technologien gelingt, welches Potenzial die Cloud bietet, wie sehr es dabei auf die richtigen Partnerschaften ankommt und welche Faktoren vor allem in puncto Qualität und Sicherheit erfolgskritisch sind.

Simba: Kostenfreier Workshop „Digitalisierung“

Zeiten, in denen Sie stundenlang zahlreiche Papier- und Aktenberge in überfüllten Archiven durchforsten müssen, gehören der Vergangenheit an. Digitalisierung heißt die ideale Lösung zu einer platzsparenden und sicheren Aufbewahrung wichtiger Dokumente. Simba Software macht Digitalisierung möglich und bietet dazu eine modulare Lösung an, mit der sich die Abläufe in Ihrer Kanzlei beschleunigen und die Kosten senken lassen. In einer anschaulichen Präsentation informieren wir Sie rund um das Thema Digitale Belegverarbeitung in komprimierter Form, live, kostenfrei und unverbindlich.

Audicon: Financial Reporting: Ein neuer Erklärfilm zeigt, wie’s geht

Monatliches oder vierteljährliches Reporting, Abschlusserstellung oder Konsolidierung sind Themen, die für Unternehmen existenziell sind – die den dafür verantwortlichen Mitarbeitern jedoch schnell die Schweißperlen auf die Stirn treiben können. Ein neuer Erklärfilm der Audicon GmbH zeigt, wie Sie Financial-Reporting-Aufgaben mit der Software-Lösung FinancialSolutions effizient und zeitsparend durchführen können.

COLLEGA: 137. COLLEGA-Tag stand ganz im Zeichen der Digitalisierung

Unter "Digitale Transformation" verstehen wird die Kombination von Veränderungen in Strategie, Geschäftsmodell, Organisation/Prozessen und Kultur in Unternehmen durch Einsatz von digitalen Technologien mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. So StB Dr. Thomas Späth in seinem Vortrag. Weitere Themen: die nachhaltige Steuerkanzlei und die Mustervorlagen von COLLEGA zur Verfahrensdokumentation, an denen neun Kanzleien mitgewirkt haben.

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