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Newsletter Ausgabe 7-2017 vom
20. Juli 2017

Inhalt:

MAGAZIN


MARKT

Editorial: Wer haftet bei unsauberen Kassen?

 

Kürzlich klickten im Saarland die Handschellen. Der dringende Tatverdacht: Beihilfe zur Steuerhinterziehung in 63 Fällen durch Lieferung von Kassensystemen mit Manipulationssoftware an Gastronomiebetriebe. Bei dieser großen Zahl von Delinquenten, dürfte der eine oder andere dabei sein, der seine Steuernachforderung nicht wird zahlen können. Leer ausgehen will der Fiskus nicht. Also nimmt er die Kassenlieferanten nicht nur in Haft, sondern auch in die Zahlungspflicht. Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz hatte vor zwei Jahren entschieden, dass Hersteller manipulierbarer Kassensysteme persönlich für hinterzogene Steuern ihrer Kunden haften. Gilt das auch für Steuerberater, wenn sie wissen, wissen könnten oder wissen müssten, dass mit der Kasse eines Mandanten nicht alles sauber ist? Reicht vielleicht schon das Fehlen einer Verfahrensdokumentation zu einer Kasse aus, um das Mandat vorsichtshalber niederzulegen? Eine Frage, die in einem unserer Medientipps vertieft wird. Sich mit Fragen wie diesen klärend auseinanderzusetzen, sollte im Interesse jedes Steuerberaters sein.

Ihr Gerhard Schmidt

Rechtliches: Bundesrat verabschiedet Kas­sen­si­che­rungs­ver­ord­nung (Kas­sen­SichV)

Der Bundesrat hat am 7.7.2017 die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) beschlossen. Diese präzisiert, welche elektronischen Aufzeichnungssysteme über eine technische Sicherheitseinrichtung verfügen müssen. In einer Entschließung äußert der Bundesrat seine Sorge, dass die vorliegende Rechtsverordnung nur bedingt geeignet ist, den Steuerbetrug bei Bargeschäften durch systematische Manipulationen von digitalen Grundaufzeichnungen umfassend und wirksam zu bekämpfen. Darüber hinaus bedauert er, dass seine Vorschläge, deutlich mehr Manipulationsschutz in allen bargeldintensiven Branchen zu erreichen, nicht aufgegriffen wurden.

IT-Management: Online-Umfrage des BSI zu den Auswirkungen von IT-Sicherheitsvorfällen in Deutschland

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) führt bis zum 31.07.2017 eine Online-Befragung im Rahmen der Studie: "Auswirkungen durch IT-Sicherheitsvorfälle in Deutschland - Studie zur Erhebung von Aufwänden und Schäden in KRITIS-Branchen" durch. Alle Unternehmen sind eingeladen, an der Umfrage teilzunehmen.

Forschung: Einladung zur Teilnahme am Prozessmanagement-Survey 2017

In einem zunehmend digitalisierten Umfeld müssen sich Unternehmen schneller und flexibler an dynamische Rahmenbedingungen anpassen. Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Bewältigung der damit verbundenen Herausforderungen sind Geschäftsprozesse, die alle Teile des Unternehmens nahtlos verbinden und eine hohe Qualität der Produkte und Dienstleistungen sicherstellen. In einer Umfrage der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sollen anonym Informationen zum Prozessmanagement in Unternehmen zusammengetragen werden, um draus anforderungsgerechte Managementkonzepte für eine digitale Zukunft entwickeln zu können. Alle Unternehmen sind eingladen, am Prozessmanagement-Survey 2017 teilzunehmen.

Pressespiegel / Linktipps: Tipps aus anderen Medien

* "Viele Unternehmen kämpfen noch mit der Umsetzung der E-Bilanz"(SpringerProfessional, 14.06.2017)
* Wirkungsvolle Webseiten für Steuerkanzleien(Haufe, 13.06.2017)
* Mandatsniederlegung bei fehlender Verfahrensdokumentation?(NWB Experten-Blog, 12.06.2017)

Veranstaltungen: Termine der nächsten Monate

* 04.09. Duisburg: Fachtagung Kassenführung (Steuerseminare Rhein-Ruhr)
* 21.09.-22.09. Düsseldorf: audiconale 2017 (Audicon)

Simba: Simba Computer Systeme GmbH schreibt Gastbeitrag für Buch „Businesspläne kompakt“ vom hds Verlag

Der HDS Verlag veröffentlichte im April das Buch „Businesspläne kompakt" von Autor Benjamin Feindt. Ziel des Buches ist es darum, dem Unternehmer und seinen Beratern den Einstieg in die Finanzplanung klar und logisch zu erleichtern. Es gibt ein Beispiel an die Hand, wie man die Planung für und mit KMU angehen kann. In Kapitel fünf durfte die Simba Computer Systeme GmbH einen Gastbeitrag am „Beispiel einer Umsetzung mit dem Finanzbuchhaltungsprogramm Simba" integrieren.

COLLEGA: Einladung zum Erfahrungsaustausch Verfahrensdokumentation

COLLEGA e.V. lädt ein zu einem Workshop „Erfahrungsaustausch Verfahrensdokumentation" am Montag, 24.07.2017 um 15:00 Uhr. Wir treffen uns im Eden Hotel Wolff, Arnulfstraße 4, 80535 München. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

Audicon: Systemwechsel, Systemabschaltung oder Systemkonsolidierung – Was passiert mit den Altdaten?

Zahlreiche Compliance-Vorschriften, wie beispielsweise die GoBD,beinhalten weitreichende Vorgaben zur Aufbewahrungspflicht von Daten. Wie stellen Unternehmen sicher, dass sie die gesetzliche Anforderung einhalten ohne gleichzeitig die Kostenaus den Augen zu verlieren? Mit der richtigen Strategie können Unternehmen ihre Kosten dramatisch reduzieren und gleichzeitig nationale und internationale Compliance-Vorschriften erfüllen. Altdaten-Management ist eine ganzheitliche und kontinuierliche Aufgabe für Unternehmen jeder Branche und Größe. Dennoch kann zwischen verschiedenen Einsatzszenarien unterschieden werden: Erfahren Sie jetzt mehr über die Möglichkeiten der compliancesicheren und GoBD-konformen Datenaufbereitung und –bereitstellung.

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